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Hallo,

Die Methode mit der Trägerplatte liegt doch eigentlich auf der Hand. Ich habe sie noch mit einem Kugelkopf ausgestattet, sodaß die Kamera nicht an die Ausrichtung des Leitrohres gebunden ist. Dies ist bei mir ein 5,6/500mm Maksutov mit Barlow-Linse und Fadenkreuzokular. Das bringt dann eine 120fache Vergrößerung.

Die Montierung ist ist eine EQ3 mit Polsucher und Motoren an beiden Achsen. Damit lassen sich bis ca 300mm noch nachführen. Die Steuerung ist sogar mit Autoguider-Funktion erweiterbar. Mit 300mm ist der Andromedanebel aufgenommen worden. Auch kleinere Galaxien zeigen damit schon ihre Struktur, sogar Kugelsternhaufen lassen sich mit 300mm "anlösen". Kürzere Brennweiten erzeugen schöne Übersichtsbilder.
Das Ganze ist auch gut transportabel für Flugreisen. Da wird dann statt Gegengewicht eine Flasche Wasser, bei Bedarf auch Sand plus Wasser verwendet. Schön ist, daß die Gewinde der EQ3 metrisch sind, so ist z.B. die Gegengewichtsstange mit einem M16 Gewinde ausgestattet. So kann man mit Baumarkt-Teilen arbeiten.

Grüße

Dietrich


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Ja, trägerplatte ist klar, und häufig, genau so wie du sie gebastelt hast, ich fand nur die Idee sie so zwischen Prismenschiene und Rohrschellen zu klemmen klasse...

eine Querliegende mit zwei geräten ist ja normal, aber dann läuft sie meist parallel zur Prismenschiene, so als ausleger fand ich witzig..

Gruß

der Rayko wars

PS: die Flasche find ich genauso witzig Very Happy

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Hallo,

das mit der Flasche is auch gut Smile

andere Frage.. ich werd mich zwar jetzt lächerlich machen.. aber ich hab immer noch nciht ganz gerafft was dieser Polsucher sein soll??

Und nochmla eine andere Frage...

wie wird der Kugel kopf ausgerichtet??

ich mein der muß doch trozdem ziemlich parallel zum Leitrohr verlaufen da sonst über den anderen Winkel beim Ausgleichen sich das ja anders Verschiebt oder??

Oder ists egal ich welche Richtung ich das Scope bzw. die Cam gerichtet habe... bei Ausgleichen der Drehbewegung

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Wie ich schon geschrieben hab, sollten Leitstern und zu fotografierendes Objekt nicht mehr als 1 Grad am Himmel entfernt sein... besser noch, der Leitstern befindet sich genau im Zentrum...

Sonst bekommst du Bilddrehungen rein, dann rotiert das Bild nicht mehr scheinbar um den Himmelspol, sondern um deinen Leitstern.

Am Besten du richtest Kamera und Scope am Tage auch etwas aus, was mind. 1 km entfernt ist, Kirchturmspitze o.ä., und versuchst nachts einen Leitstern zu finden der den Bildausschnitt nicht zerstört...

Und ein Polsucher ist das was der Name schon sagt Smile

Er entspricht der dec-achse, weil er mitten durch sie durchkuckt... diese dec-achse muss, um korrekt nachführen zu können auf den himmelsnordpol ausgerichtet sein, und da kommt der Polsucher ins spiel...

der hat eine Glasplatte auf der Markierungen sind, und wenn er richtig justiert ist, zeigt er dir an wo im polsucher polaris (Nordstern) genau stehen sollte, wenn du nun polaris genau da hast, wo er sein sollte, so zeigt die dec-achse genau auf den himmelsnordpol.

Gruß

der Rayko wars

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Hallo Rayko,
das ist aber Quatsch!
Und Du verwechselst schon wieder Rektaszensions- und Deklinationsachse! Der Polsucher sieht duch die Rektaszensionsachse!
Wenn die Polausrichtung der Montierung stimmt, und für eine genaue Ausrichtung ist ja der Polsucher da, ist es völlig egal, ob Leitrohr und Foto-Optik in die gleiche Richtung zielen. Die Winkel-Bewegung des Himmels ist überall genau gleich. Ich bevorzuge sogar einen Leitstern nahe des Himmelsäquators, auch wenn ich polnäher aufnehme, weil der scheinbare Bogen den ein Stern dort pro Zeiteinheit zurücklegt größer ist und Abweichungen des Nachführsterns vom Fadenkreuz dort schneller auffallen. Die Winkelbögen der Sternbewegungen sind deklinationsabhängig, die Geschwindigkeit aber nicht - einmal rum in 24 Stunden.

Dein Tip, Kamera und Leitrohr so genau wie möglich parallel zu machen, bringt nur Frust, wenn man im Bildfeld keinen brauchbaren Leitstern findet. Und ich rate, für den Anfang einen sehr hellen Leitstern zu wählen und ihn ein wenig unscharf im Leitrohr zu stellen. Dann sieht man die Abweichungen in der Nachführung besser! War schon erwähnt, daß man ein Fadenkreuz-Okular braucht? Und eine nicht zu geringe Vergrößerung?

Erst wenn die Polausrichtung nicht ganz genau stimmt, und Korrekturen der Nachführung auch in Deklination nötig werden, kommt es zu dem von Dir beschriebenen Effekt. Dann beschreiben die Sterne einen Kreisbogen um den Nachführstern.
Wenn Korrekturen in Deklination nötig werden, ist das ein sicheres Zeichen für ungenaue Polausrichtung! Dann besser die Belichtung abbrechen und die Polachse richtigstellen.

Daher ist für die Astrofotografie eine genaue Polausrichtung in den allermeisten Fällen, besonders wenn es um Belichtungszeiten von mehr als 20-30 Sekunden und Brennweiten jenseits von 50mm geht, absolut notwendig.

Das geht auch ohne Polsucher, nur muß man dann viel Zeit zur Ausrichtung nach der Scheiner-Methode aufbringen. Und das ist für ein transportabeles Gerät in Anfängerhand nicht wirklich sinnvoll, für stationäre Geräte schon.

Daher ist in transportabelen Montierungen, die für die Astrofotografie genutzt werden sollen, ein Polsucher ein Pflicht-Zubehör!
Erst damit wird es möglich, ohne viel Zeitverlust bei der Aufstellung Belichtungszeiten von einigen Minuten zu realisieren.

Und leider hat die Lidl-Montierung keine Polsuchereinrichtung und fällt so eigentlich für die Astrofotografie aus, es sei denn, man montiert sie ortsfest, aber das wird sich nicht lohnen, schon gar nicht, wenn auch noch von Hand nachgeführt werden soll.

Die EQ-3 mit Polsucher und Motoren hat mich rund 350€ zurückgeworfen, das war aber jeden Euro wert und ich habe schon viele schöne Bilder machen können.

Grüße

Dietrich
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Ja, und genau darum geht es in dem Fall doch, er hat ne astro 3, die nicht mal die möglichkeit hat einen polsucher zu installieren, und scheinern langweilt als einsteiger nur...

also, leitstern nah ran... Ich hab beide fragen abgehandelt ohne sie zu vermischen, das nächste mal mach ich nen trennstrich, damit jder weiss, dass man mit dem Polsucher nicht mehr die Faustregel mit dem einen Grad benutzen muss...

das zu seinem fall...

und dass ich ra und dec verwechsel weiß jeder Very Happy Der Polsucher entspricht der Stundenachse, klingt anfängerfreundlicher, deutscher, und die verwechslungsgefahr ist niedriger Smile

Aber wenn das alles Quatsch ist, weil ich ne achse verwechsle, und tipps gebe wie er mit seiner ausrüstung klar kommen kann, statt neu zu kaufen, dann brauch ick ja nix mehr schreiben...

Übrigens kenn ich jemanden der grad eine EQ3 mit motoren, steuerung, und polsucher für 200 abgibt Smile
Nein, ich bins nicht... aber die kann er ja kaufen...

ich machs mir wieder einfach und benutz sky align Very Happy

Gruß

der Rayko wars gewesen (Plusquamperfekt statt Präteritum, ist deutlich genug)

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Na na na, nicht böse sein,

aber auch wenn es darum geht die Lidl-Montierung so gut es eben geht zu verwenden, ist es besser einen Leitstern in Himmelsäquatornähe zu verwenden. Weil die Nachführfehler dort am schnellsten auffallen. Wenn die Kamera dann in eine andere Gegend zeigt, also 30-40 Grad abweichend, kommt das der Nachführgenauigkeit sogar zugute.
Wenn aber Abweichungen in Deklination anffallen, auch die fallen bei einem Leitstern nahe des Himmels-Äquators schneller auf, muß die Stellung der Polachse berichtigt werden und die Belichtung abgebrochen werden.

Ohne genaue Polausrichtung wird man immer eine gewisse Bildfelddrehung haben, daher sind so auch keine wirklich langen Belichtungszeiten möglich.

Bei der Methode der parallelen Achsen von Kamera und Leitrohr, kann es eben passieren, daß trotz unbemerkter Nachführfehler, eine Bildfelddrehung um den Leitstern, der dann im Bildfeld steht, sichtbar wird.

Bei der von mir beschriebenen Methode fallen Nachführfehler schneller auf, was eventuell zu kürzer belichteten Aufnahmen führt, weil die Belichtung abgebrochen wurde, aber daurch kann die Bildfeldrotation auch geringer ausfallen. Wenn man aber dennoch weiterbelichtet wird die Bildfeldrotation sichtbar, diesmal um einen Punkt der außerhalb der Bildmitte , ggf. sogar außerhalb des Bildfeldes liegt.

Das ist eben das Keuz mit dem Lidl-Achsenkreuz. Ausprobieren!


Das Angebot von 200€ für eine komplette EQ3 ist wirklich gut, und würde die Astrofotoambitionen von Steve sicher befeuern! Damit kann Astrofotografie wirklich Spaß machen, ich bekomme meine in 10 Minuten aufgestellt und ausgerichtet und dann kann's losgehen.

Was ich mit Quatsch meinte:

Die Begründung für die Ausrichtung stimmt so nicht.

Zitat:

Wie ich schon geschrieben hab, sollten Leitstern und zu fotografierendes Objekt nicht mehr als 1 Grad am Himmel entfernt sein... besser noch, der Leitstern befindet sich genau im Zentrum...

Sonst bekommst du Bilddrehungen rein, dann rotiert das Bild nicht mehr scheinbar um den Himmelspol, sondern um deinen Leitstern.

Zitat-Ende.

Auf diese Weise bekommst Du bei nicht genau ausgerichteteter Polachse garantiert eine Bildfelddrehung - und zwar genau um den Leitstern, der dann auch noch in Bildfeldmitte steht!

Und wenn dann auch noch Rektaszensions- und Deklinationsachse verwechselt werden (wie bezeichnest Du eigentlich die Deklinationsachse in hochdeutsch?), wird's für einen Anfänger doch nicht gerade übersichtlicher.

Entschuldige bitte meinen Aufschrei.

Grüße

Dietrich
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Hi, es ist schön mitanzusehen wenn sich 2 Experten austauschen Smile

das mit dem Polsucher hab ich immer noch nicht kapiert..

zZ mach ichs so das ich das Rohr prinzipiell mal nach Norden ausrichte...

dann auf der Polhöhen einstellung die Grade wähle die bei mir hinkommen... im Idealfall sehe ich dann Polaris im Sucherrohr bzw vielelicht sogar schon im Scope selbst..

wenn nicht justiere ich solange nach bis es der fall ist...

anschliessend einige Minuten schauen ob Polaris rauswandert... wenn nachjustieren

dann mit hilfe von RA und DE Achse zum gewünschten objekt drehen...

wenn gefunden versuchen mit RA nachzuführen...

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Hallo Steve, Hallo Rayko
tut mir leid, Ihr habt ja Recht.

Wichtig ist erst einmal eine vernünftige Polausrichtung hin zu bekommen.
Und leider hat die Lidl-Montierung keinen Polsucher, der das ganze erleichtern würde.
Man Könnte das Teleskop selbst als "in etwa-Polsucher" verwenden, da aber bis ins Okular viele Fehlerquellen lauern (Ist die Delinationsachse wirklich rechtwinklig zur Rektaszensionsachse, ist die Fernrohrachse wirklich rechtwinklig auf der Deklinationsachse?) rate ich da nicht zu.

Hier würde ich einfach darauf achten, daß die Basis der Montierung unverkippt gerade steht und die Rektaszensionsachse gegen die Wagerechte auf einen Winkel, der dem geografischen Breitengrad des Beobachtungsortes entspricht, gekippt ist. Die Ausrichtung, die auf der Grafik von Rayko zu sehen ist, entpricht der, die nötig wäre, wenn das Teleskop am Äquator stehen würde, also bei Breite 90 Grad. Dann würde ich auf der Rektaszensionsachse möglichst genau längst der Mitte einen hellen Strich ( vielleicht aus hellem Klebeband) anbringen.
Und nun das Ganze mit Hilfe eines Kompaß nach Norden ausrichten ( den hellen Strich mit dem Kompaß auf Nord ausrichten)
So müßte die Montierung halbwegs gut ausgerichtet sein. Zur Kontrolle kann man noch längst der Rektaszensionsachse peilen, Sie sollte nun auf den Polarstern weisen.

So kannst Du schon mal anfangen, zuerst mit kurzen Brennweiten und kurzen Belichtungszeiten.
Hast Du ein Fadenkreuzokular? Das braucht man nämlich auch. Zum Nachführen. Kann man aber auch selbstbauen.

Soweit erstmal für jetzt,

Grüße

Dietrich
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RA zu DE steht eigentlich sicher im Winkel zu 90° ... wenn nicht wär schon mal was an der montierung verkehrt oder??

dir ScopeAchse muß dementsprechend eigentlich auch 90° zu DE Achse wieder stehen...

das wär sonst konstruktions bedingt schon ein fehler??


problem ist eher das ScopeAchse und RA Achse Parallel verlaufen müssen... aber auch das lässt sich noch relativ einfach prüfen... optisch wie auch mit zuhilfenahme von einer schablone von mir aus.... Ein großes U das man verkehrt über Scope und RA Achse stülpt..

was ich mir auch vorstellen könnte ein kleines Suchfernrohr an der RA parallel zu montieren (rohrschellen) und über dieses den Polaris im Auge behalten??

Aber anundfürsich ist ja meine Vorgehensweise die iich im obigen Post beschrieben habe richtig oder??

lg

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Jawoll!

Nur darfst Du dir davon noch keine Supergenauigkeit versprechen. Denn der Polarstern steht ja nicht genau auf dem Himmelspol. Er steht rund 45 Bogenminuten (mehr als einem scheinbaren Monddurchmesser!) davon entfernt.

Und deshalb funktioniert die von mir vorgeschlagene Methode auch. Mit ähnlicher Genauigkeit.

Gerade dieser Unterschied der Positionen von Himmelspol und Polarstern ist die begrenzende Größe.
Die läßt sich eigentlich nur vernünftig durch einen Polsucher in den Griff bekommen.
Allein mit einem Sucherfernrohr parallel zur Stunden (RA)-Achse ist noch nicht getan. Ein Polsucher funktioniert in Verbindung mit speziellen Teilkreisen und den im Okular des Polsuchers eingebauten Anzeigen. Und die lassen sich bei deiner Montierung leider nicht nachrüsten.

Somit kannst Du einfach keine besonders langen Belichtungszeiten hinbekommen, leider. Und wenn durch Zufall doch, wird es nicht reproduzierbar sein, wenn die Montierung herumgetragen wird.


Daß RA und DEC-Achse nicht genau im rechten Winkel zueinander stehen, ist so selten nicht bei Montierungen der unteren Preislage. Es geht dabei ja um Winkelsekunden! Das ist gar nicht so leicht hinzukriegen.

Ich würde vorschlagen, Du probierst es mal aus. Kamera mit Objektiv 17-85mm, erst einmal bei 17mm eine Blende abgeblendet, IS abgestellt, manuell auf Unendlich eingestellt (AF aus), 1600ISO eingestellt, Kabelfernauslöser dran und auf "bulb" mit Feststeller den Verschluß geöffnet und mit einem Fadenkreuzokular nachführen.
Probier erst einmal 30 Sekunden, das geht noch ohne Fernauslöser, und steiger dann die Belichtungszeit solange wie Du kannst in Stufen. Du wirst sehen, per Hand nachzuführen hat schon von der Tätigkeit her Grenzen.
Dieser Tage stört der Mond noch sehr, aber sobald er weg ist, kannst Du ja mal versuchen den Nordamerikanebel einzufangen. Mit dem praktischen Deneb als Leitstern, der ja nicht weit vom Nebel entfernt steht.

Grüße

Dietrich
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tja das is mal ne Ansage.... gut ich werds probieren... bei uns hats leider dauer Wolken... und morgen solls wieder zum regenen anfangen... naja..

Eine Frage noch.. wer kann mir erklären wie der Polsucher funktioniert.... ich versteh nicht wieso das teil es schafft genau den Polzufinden... irgendwie is da n'Kreis drinnen und auf dem Soll Polaris rundumwandern oder ??!

aja nochwas:

halbetzen hat folgendes geschrieben:

Hast Du ein Fadenkreuzokular? Das braucht man nämlich auch. Zum Nachführen. Kann man aber auch selbstbauen.


Dietrich


Ansonsten nochmal vielen vielen Dank für alle Erklärungsversuche und sonstigen Mühen Smile

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Im Okular des Polsuchers ist wirklich ein kleiner Kreis zu sehen. Und an diesem Kreis ist eine weitere Markierung(ein ganz kleiner Kreis). Zuerst wird die Montierung mit Hilfe der Teilkreise von Rektaszensionsachse und denen des Polsuchers ( er hat auch Teilkreise!) so gedreht, daß Datum und Uhrzeit mit der entsprechenden Markierung am RA-Teilkreis übereinstimmen( so bekommt der Anzeigekreis im Polsucher seine richtige Position). Dann braucht man nur noch die Polachse in Höhe und Azimut(Ost/West-Orientierung) so einzustellen, daß der Polarstern auf der kleinen Markierung des Polsucherkreises(im Okular) steht. Dann Ist die RA-Achse genau auf den Himmelspol ausgerichtet. Das ganze ist in 5-10 Minuten erledigt und dann kann's losgehen!

Wenn Du eine Montierung mit Polsucher hast, gibt es dazu sicher eine gedruckte Gebrauchsanleitung.
Daraus kannst Du dann die Schritte entnehmen.

Vor der Anwendung muß erst einmal der Polsucher in der RA-Achse justiert werden, es muß ja in dieser Achse genau zentrisch sein. Und dann muß auch die Markierung für den Polarstern an die richtige Stelle gedreht werden.
Diese Vorjustierung kann man aber bei Tage machen, ist aber auch in der Gebrauchsanleitung beschrieben.

Ein Fadenkreuzokular kann man in der Tat selbst bauen. Dazu muß man aber ein Okular haben, daß geeignet ist (es muß eine zugängliche Feldblende haben). Die meisten Okulare muß man dazu auseinanderschrauben. Über die Feldblende legt man dann einen dünnen Faden aus Uhu-Klebstoff. Und einen zweiten , der diesen Faden möglichst rechtwinklig kreuzt. Tubenspitze an den Rand der Feldblende tupfen und den Klebstoff-Faden an den gegenüberliegenden Rand ziehen. Das kann man, wenn man es noch nicht gemacht hat erst einmal an einem Flaschenhals üben, geht aber rech einfach. Man kann auch Stücke eines sehr(!) dünnen Drahtes nehmen und sie so festkleben, mit Klebstoff kann man aber dünnere Fäden ziehen.

Vielleicht kannst Du mal Bilder von deinen Okularen einstellen, dann kann ich Dir eindeutiger Rat geben. Prinzipiell sind Okolare in Huygens-, Mittenzwey- und Ramsden- Bauart geeignet. Oft steht das an den Okularen dran, manchmal nur als Abkürzung, b.B. M 10mm oder H15mm.

Wenn Du Okulare auseinanderschraubst, erstens vorsichtig, keine Teile verlieren und zweitens genau darauf achten, wie die Teile und Linsen angeordnet sind, es spielt schon eine Rolle, welche Seite einer Linse "außen" liegt und welche "innen".

Ein Fadenkreuzokular ist deshalb ganz wichtig, weil es ja nicht genügt, daß dein Leitstern nur in Blickfeld des Okulars bleibt, er muß ganz genau an der selben Stelle bleiben beim Nachführen. Da kommen anstrengende Erfahrungen auf dich zu!

Ich habe so auch mal angefangen. Nachführzeiten bis zu drei Minuten habe ich damals geschafft.

Seit ich motorgetriebene Montierungen habe, ists wesentlich entspannter. Da brauchst Du zwar auch ein Leitrohr mit Fadenkreuz, aber Du verfolgst nur noch, ob der Motor auch richtig läuft und korrigierst ihn nur noch mit der Steuerbox. Und wenn Du es ganz bequem haben willst, kann man selbst die EQ3-Montierung schon mit einem sog. Autoguider steuern, dann hängt zwar einiges an Elektronik und ein Notebook an der Montierung, aber die Qualität der Bilder wird nochmal deutlich besser. Das sollte aber jetzt erstmal Zukunftsmusik für dich sein.

Ich wünsche Dir bald gutes Wetter, bis dahin laß uns mal sehen, wie wir ein Fadenkeuz-Okular hinbekommen.

Bitte wundere dich nicht wenn ich zwischendurch abtauche, ich bin von Sonnabend bis nächste Woche Freitag auf der Photokina, also nicht zuhause.

Grüße

Dietrich
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Hallo Leute, vorgestern war das erste mal wieder seit längerem eine Nacht in der man zumindest etwas versuchen konnte... um ca. 24:00 Uhr bin ich mal raus.. alles aufgestellt...

Meine Halterung macht die 40D und das Bigma ohne Probleme... auch die Nachführung würde klappen mit einem Fadenkreuzokular denke ich mal Smile ich habe versucht blind nachzuführen.. allerdings ohne Fernauslöser und SVA also schon mal alles sehr verwackelt.. das ganze braucht schon einen kurzen Moment um nicht mehr zu Wackeln... obs beim nachführen Selbst auch noch wackelt kann ich eigentlich nicht sagen das habe ich nciht probiert/darauf geachtet...

Auf alle Fälle habe ich Versucht M31 zu fotografieren...

allerdings mit mässigem erfolg.. das blinde nachführen ist natürlich sehr sehr schwer... überhaupt bei 500mm Smile

vor allem inwie weit die Justierung gepasst hat ist ja auch eine andere frage ...

Auf alle Fälle habe ich noch eine Frage... ich hab mal gelesen mti der 40D kann über das LifeView schon auf einen Stern fokusiert werden... naja.. also über meinen Seagull 2fach WInkelsucher hab ich alles schön gesehen.. aber über Liveview... gar nichts.. schwarzer schirm das wars.... bei 500mm und einen stern genau in der mitte war ein schwacher Punkt am display bei 10x zu sehen... aber merh nicht... was mach ich da falsch??

Bin mittlerweile trozdem schon wieder am überlegen nciht doch vieleicht eine EQ3 oder HPEQ5 zu kaufen... damit wär das ganze sicher einfacher und entspanter...

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Hallo Steve,

Deine Überlegungen, eine besser geeignete Montierung zu beschaffen solltest Du in die Tat umsetzen. Vielleicht findest Du sogar eine gebrauchte, dann wird es nicht so kostenintensiv. Die EQ3, die ich ja auch habe, würde ich als geeignet bis maximal 300mm Brennweite an der Kamera betrachten. Für 500mm sollte es mindestens die EQ5 sein. Und Sie sollten in jedem Fall den Polsucher und Antriebsmotoren haben. Und besorge Dir auch ein Fadenkreuz-Okular - ohne geht's nicht! Man kann nicht "blind" nachführen.

Und vor allem: mit kurzen Brennweiten anfangen! Gleich mit 500mm zu starten wird keine Erfolge bringen, zumal das Bigma ja nun auch nicht gerade lichtstark ist (Blende 6,3 bei 500mm), das bedeutet schon recht lange Belichtungszeiten genau (!!!) nachzuführen.Man hat ja nichts davon, wenn man die ganze Ausrüstung aufstellt, justiert, dann nachführt und an Schluß nur unbrauchbare Bilder hat - gut, man lernt dabei natürlich auch, aber beginne mit 17mm und ein,zwei Minuten Belichtungszeit, dann hast Du auch bald schöne Bilder und dann steigerst Du langsam die Brennweite.

Auch wenn du die Montierung mit Motoren betreibst, mußt Du die Nachführung so gut wie ständig mit dem Fadenkreuz-Okular kontrollieren und korrigieren, das geht dann aber bequem per Knopfdruck an der Steuerbox, ist aber auch noch ganz hübsch anstrengend.

Ob die Fokussierung auf Sterne per liveview geht kann ich nicht sagen, weil ich keine Kamera mit liveview habe. Ich nehme aber an, daß die geringe Lichtstärke des Objektivs die begrenzende Größe ist. Aber vielleich äußert sich hier auch mal ein Astrofotograf, der so eine Kamera hat, zu dieser Frage.
Fokussierung ist aber ein weiterer schwieriger Themenkreis in der Astrofotografie. Viele Fehlergebnisse sind hier begründet.

Grüße

Dietrich
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